Was sind PiWi-Rebsorten?


Traditionelle Rebsorten wie Pinot Noir, Riesling oder Chardonnay kennt man. Doch neue Sorten wie Muscaris, Cabernet Blanc oder Regent erobern gerade die Weinwelt. Diese neuen pilzwiderstandsfähigen Sorten, kurz PiWi’s, versprechen einen natürlicheren und umweltfreundlicheren Rebbau. Doch stimmt das wirklich?


Traditionelle Rebsorten wie Pinot Noir, Riesling oder Chardonnay kennt man. Doch neue Sorten wie Muscaris, Cabernet Blanc oder Regent erobern gerade die Weinwelt. Diese neuen pilzwiderstandsfähigen Sorten, kurz PiWi’s, versprechen einen natürlicheren und umweltfreundlicheren Rebbau. Doch stimmt das wirklich?

Krankheiten im Rebberg sind für viele Winzerinnen und Winzer eine echte Herausforderung. Nicht wenige traditionelle Rebsorten sind anfällig für Erkrankungen wie den Mehltau, den Grauschimmel oder die Essigfäule. Ohne den gezielten Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln wäre jeweils ein Teil der Ernte gefährdet.

Und da kommen die neuen PiWi-Sorten ins Spiel. Diese Neuzüchtungen sind robuster und weisen eine höhere Erreger-Resistenz auf. Dabei handelt es sich um gezielte Sorten-Kreuzungen, um die besten Eigenschaften einzelner Rebsorten zu kombinieren. Dadurch müssen die Reben, Blätter und Trauben deutlich weniger behandelt werden. Schlaue Füchse! Geschmacklich sind PiWi's übrigens genauso unterschiedlich wie die traditionellen Rebsorten auch.

Es gibt aber natürlich auch kritische Stimmen! Einige davon argumentieren, dass der Charakter und die Komplexität durch die Verwendung der neuen Sorten verloren gehen. Diese Kritik ist meines Erachtens jedoch meist subjektiv und basiert auf persönlichen Vorlieben. Mein Kredo: Probieren geht über Studieren!

Seit dem Start meines kreativen Schaffens in der Schweizer Weinbranche vor fast 7 Jahren bin ich regelmässig auf dem Bioweingut Sitenrain in Meggen anzutreffen. Als Pioniere entschieden sie sich bereits vor über 20 Jahren für PiWi-Sorten. Entsprechend kam ich bereits früh in den Genuss von reinsortigen Weinen mit Sorten wie Maréchal Foch, Souvignier Gris oder Solaris. Gerade die neue Rebsorte Souvignier Gris hat es mir angetan: Mineralisch, knackig frisch mit Noten von Grapefruit und Pfirsich.

Also beim nächsten Blick in eine Weinkarte unbedingt Ausschau nach unbekannten Rebsorten halten. Vielleicht ist es eine autochthone Rebsorte. Oder eben eine PiWi-Sorte. In diesem Sinne: Viel Freude bei der nächsten Runde Rebsorten-Bingo!

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Dieser Blogbeitrag ist in gekürzter Form in unserer Weinkolumne in der Coop Zeitung erschienen

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